Am naechsten Tag nahm mich Karen mit zum Metropolitan Museum of Art, dem wohl bekanntesten und groessten Museum in New York. Da sie ca. 15 Jahre in Aegypten gelebt und gearbeitet hatte (das weiss ich, weil sie mir an diesem Tag ihr ganzes Leben erzaehlt hat) fuehrte sie mich durch die ziemlich grosse Aegypten-Ausstellung, und obwohl ich ihre extrem grosse Faszination nicht zu 100% teilen konnte, war es dich ziemlich erstaunlich zu sehen, wieSarkophage aus Holz 5000 Jahre ueberlebt hatten. Danach gingen wir bei ihrem Lieblings-Japaner essen. Vorher hatte ich noch nie japanisch gegessen, weil ich die Vorstellung, rohen Fisch zu essen, nicht mag, aber der Avocado-Salat schmeckte ziemlich gut!
Spaeter kamen wir an den Times Square. Dort herrscht unglaublich viel Leben. Ueberall haengen Reklame-Tafeln und riesige Bildschirme an den Hochhausern, und es gibt die unterschiedlichsten Laeden, wie zum Beispiel ein M&M’s-Shop, welcher sich ueber drei Stockwerke erstreckt! An jeder Ecke stehen Maenner, welche dich zu einer Sightseeing-Tour ueberreden wollen. DIe Strassen sind voll von gelben Taxis, und ueberall stehen Polizisten herum (denen es aber, obwohl sie nichts zu tun haben, ziemlich egal ist, dass jeder immer ueber die Strasse lauft, egal ob die Ampel rot ist oder nicht). Und staendig toent von irgendwo Sirenengeheul.
Gestern fing mein erster Schultag an. Karen begleitete mich zum Gebaeude. Dort gab es erst mal einen Einstufungstest inkl. muendlicher Pruefung. Ich landete im Level 8 von 10. In der Pause habe ich eine 20-jaehrige Deutsche kennengelernt, bin dann noch mit ihr im Central Park chinesisch essen gegangen. Um 14 Uhr hatte ich dann zum ersten Mal Schule. Auf dem Weg dahin musste ich mich zum ersten Mal alleine im Subway zurecht finden. Wenn mal erst mal da ist, ist es ziemlich einfach (wie die Metro in Paris), aber die Station zu finden bereitet mir immer Muehe! Erstmal muss ich auf dem Plan die Adresse der Station nachschauen (NYC ist in Avenues und Streets geordnet, Avenues verlaufen von Norden nach Sueden und Streets von Osten nach Westen). Das Schwierige ist dann in die richtige Richtung zu laufen! Denn erst nach einem Block, wenn man die Nummer der naechsten Avenue bzw. Street sieht, weiss man, ob man richtig ist!
Als ich das dann geschafft hatte und in der Bahn drin war, sprangen bei einer Station 4 Schwarze mit einem Ghettoblaster hinein, stellten HipHop-Musik an und riefen laut, dass es jetzt eine Show gebe! In dem einen Meter Platz, welcher zwischen den zwei Sitzreihen war, machten sie Breakdance, Flic-Flacs, Rueckwaertssaltos aus dem Stand und nach einiges mehr! Danach gingen sie mit ihren Caps herum und baten fuer “donation“. Ich gab ihnen einen Dollar, denn sie hatten wirklich einige Kunststuecke gemacht, die man sonst so schnell nicht wieder sieht!
In meiner Klasse sind neben mir 6 SpanierInnen (3 weiblich, 3 maennlich), ein Franzose und eine Franzoesin. Ich bin die juengste, die anderen sind so zwischen 20 und 27 Jahre alt. Aber am Donnerstag werde ich versuchen, die Klasse zu wechseln, weil ich lieber von 9.30-13.30 Uhr Schule haette als von 2-6 Uhr! (Klassenwechsel sind nur donnerstags moeglich.) Nach der Schule hatte ich noch kurz Zeit, einen Adapter fuer meinen Laptop aufzutreiben, bevor es um 8 Uhr essen gab (ich brauche ungefaehr 50 Minuten bis zur Schule). Leider blieb diese Mission erfolglos.
Zum Shoppen bin ich also noch nicht gekommen! Aber ich habe ja noch einen Monat Zeit.
Hei Annika. du hesch jo scho recht vell erlebt nach dene paar Täg! Die wo im Bus danzet händ send jo kuul, we be Step Up!
In Florida hani au mol sonen M&M-Lade gseh, das wörkli wetzig! Also du wönsch der witerhin ganz vell tolli Erlebnis in New York! Ond pass of dech uf!
Bussi Elina
Von: Elina am 1. Oktober 2008
um 8:24